Wieder sind fast drei Monate vergangen. 12 Wochen in denen ich fast vier Wochen gar nicht hier in Stendal war. Zunächst hat es mich noch einmal zu den Dillen-burger Jugendtagen gezogen. Als Gast durfte ich meine alte Band „mute“ unterstützen und ein Seminar über die Anfänge der Brüderbewegung halten. Über Himmelfahrt war ich auf dem ökumenischen Kirchentag in München und habe dort im Lebensmittellager gearbeitet. Es war eine sehr lustige Sache, weil ich die anderen Mitarbeiter schon sehr gut vom letzten Jahr in Bremen kenne. Über Pfingsten war ich dann noch einmal auf der Pfingstjugendkonferenz in Wiedenest. Es war sehr schon mitzuarbeiten und die ganze Konferenz stressfreier zu erleben, als in den Vorjahren.
Kidsclub:
Der Lego-Einsatz im März war richtig gut. Das Fernsehen hat berichtet und auch der Bürgermeister war bei der Eröffnung dabei. Inzwischen wurde ich gefragt, ob ich diese Aktion im nächsten Jahr nochmal machen kann, die Stadt würde eventuell auch die Kosten tragen. Ist das nicht großartig?
Die Arbeit im Kidsclub geht weiter voran. Im April war ich mit neun Kindern auf einem „Überlebens-Wochenende“. Wir haben in selbst gebauten Unter-künften geschlafen, auf Feuer gekocht und viele Aufgaben erledigt. Die Kinder waren total begeistert. Neben dem Spaß und der Freude konnte ich auch die Beziehungen intensivieren.
Momentan geht es in meiner Arbeit vor allem um das SOLA. Wir haben noch vier Wochen Zeit, immer noch Teilnehmerplätze offen und ich werde Anfang Juni bei den Eltern unserer Kinder „Klinken putzen“ gehen. Ich bin sehr froh darüber, dass immer mehr Mitarbeiter zusagen und der Platz feststeht. Leider hat der Landkreis Stendal Haushaltsprobleme, sodass wohl die ganze Freizeitarbeit in dieser Region finanziell nicht unterstützt wird. Uns trifft das auch. Wir haben mit fast 2000 EUR Unterstützung gerechnet. Nun werden wir die Planung verändern müssen. Umso froher bin ich, dass inzwischen schon fast 40 Personen eine Patenschaft für ein SOLA-Kind übernommen haben. Vielen Dank dafür!
Vor kurzem hat der Vereinsvorstand zusammen gesessen. Im Anschluss hat man mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann die Leitung des Arbeitsbereich Kinder ab September verantwortlich zu übernehmen. Ich habe gerne zugesagt und freue mich auf meine neue Aufgabe.
Nach zwei Wochen Abwesenheit hat es mich sehr beeindruckt, wie sich die Kinder über meine Rückkehr gefreut haben. Es bewegt mich echt, wie viele Bezie-hungen hier schon entstanden sind.
Jugendclub „Eckstein“:
Wir haben inzwischen das Einstiegsalter für den Jugendclub auf 12 Jahre gesenkt. Dadurch können die älteren Kinder aus dem Kidsclub problemloser in den Jugendclub wechseln. Das tun sie momentan auch. Es wird langsam wieder etwas lebendiger. Ich arbeite ja nur zeitweise im Jugendclub mit, aber ich beschäftige mich viel mit der Organisation im Hintergrund. Ich wünsche mir, dass wir regelmäßig Jugendgottesdienste machen können zu denen auch die Christen aus den Gemeinden kommen. Mal sehen, welche Wege Gott dafür ebnen wird.
Gemeindearbeit:
So langsam zeichnet sich ab, dass ich mich langfristig der EFG Stendal (Baptisten) anschließen werde. Ich fühle mich im Hauskreis wohl und habe gute Kontakte zu einigen Personen aus der Gemeinde. Der Pastor der Gemeinde wird ab Ende August eine neue Gemeinde übernehmen und hier steht ein Jahr ohne Pastor an. So hat man mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann einmal im Monat an den Gästegottesdiensten zu predigen. Das habe ich zugesagt. Es besteht auch die Möglichkeit die Jugendarbeit und den biblischen Unterricht zu übernehmen, aber da habe ich noch etwas Bedenken, weil ich denke, dass das zuviel werden könnte.
Mittelfristig träume ich von einer evangelischen Kinder- und Jugendallianz. Es wäre nämlich sehr effektiv, wenn wir eine Veranstaltungen gemeinsam machen könnten.