juni 2010

Wieder sind fast drei Monate vergangen. 12 Wochen in denen ich fast vier Wochen gar nicht hier in Stendal war. Zunächst hat es mich noch einmal zu den Dillen-burger Jugendtagen gezogen. Als Gast durfte ich meine alte Band „mute“ unterstützen und ein Seminar über die Anfänge der Brüderbewegung halten. Über Himmelfahrt war ich auf dem ökumenischen Kirchentag in München und habe dort im Lebensmittellager gearbeitet. Es war eine sehr lustige Sache, weil ich die anderen Mitarbeiter schon sehr gut vom letzten Jahr in Bremen kenne. Über Pfingsten war ich dann noch einmal auf der Pfingstjugendkonferenz in Wiedenest. Es war sehr schon mitzuarbeiten und die ganze Konferenz stressfreier zu erleben, als in den Vorjahren.

Kidsclub:
Der Lego-Einsatz im März war richtig gut. Das Fernsehen hat berichtet und auch der Bürgermeister war bei der Eröffnung dabei. Inzwischen wurde ich gefragt, ob ich diese Aktion im nächsten Jahr nochmal machen kann, die Stadt würde eventuell auch die Kosten tragen. Ist das nicht großartig?
Die Arbeit im Kidsclub geht weiter voran. Im April war ich mit neun Kindern auf einem „Überlebens-Wochenende“. Wir haben in selbst gebauten Unter-künften geschlafen, auf Feuer gekocht und viele Aufgaben erledigt. Die Kinder waren total begeistert. Neben dem Spaß und der Freude konnte ich auch die Beziehungen intensivieren.
Momentan geht es in meiner Arbeit vor allem um das SOLA. Wir haben noch vier Wochen Zeit, immer noch Teilnehmerplätze offen und ich werde Anfang Juni bei den Eltern unserer Kinder „Klinken putzen“ gehen. Ich bin sehr froh darüber, dass immer mehr Mitarbeiter zusagen und der Platz feststeht. Leider hat der Landkreis Stendal Haushaltsprobleme, sodass wohl die ganze Freizeitarbeit in dieser Region finanziell nicht unterstützt wird. Uns trifft das auch. Wir haben mit fast 2000 EUR Unterstützung gerechnet. Nun werden wir die Planung verändern müssen. Umso froher bin ich, dass inzwischen schon fast 40 Personen eine Patenschaft für ein SOLA-Kind übernommen haben. Vielen Dank dafür!
Vor kurzem hat der Vereinsvorstand zusammen gesessen. Im Anschluss hat man mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann die Leitung des Arbeitsbereich Kinder ab September verantwortlich zu übernehmen. Ich habe gerne zugesagt und freue mich auf meine neue Aufgabe.
Nach zwei Wochen Abwesenheit hat es mich sehr beeindruckt, wie sich die Kinder über meine Rückkehr gefreut haben. Es bewegt mich echt, wie viele Bezie-hungen hier schon entstanden sind.

Jugendclub „Eckstein“:
Wir haben inzwischen das Einstiegsalter für den Jugendclub auf 12 Jahre gesenkt. Dadurch können die älteren Kinder aus dem Kidsclub problemloser in den Jugendclub wechseln. Das tun sie momentan auch. Es wird langsam wieder etwas lebendiger. Ich arbeite ja nur zeitweise im Jugendclub mit, aber ich beschäftige mich viel mit der Organisation im Hintergrund. Ich wünsche mir, dass wir regelmäßig Jugendgottesdienste machen können zu denen auch die Christen aus den Gemeinden kommen. Mal sehen, welche Wege Gott dafür ebnen wird.

Gemeindearbeit:
So langsam zeichnet sich ab, dass ich mich langfristig der EFG Stendal (Baptisten) anschließen werde. Ich fühle mich im Hauskreis wohl und habe gute Kontakte zu einigen Personen aus der Gemeinde. Der Pastor der Gemeinde wird ab Ende August eine neue Gemeinde übernehmen und hier steht ein Jahr ohne Pastor an. So hat man mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann einmal im Monat an den Gästegottesdiensten zu predigen. Das habe ich zugesagt. Es besteht auch die Möglichkeit die Jugendarbeit und den biblischen Unterricht zu übernehmen, aber da habe ich noch etwas Bedenken, weil ich denke, dass das zuviel werden könnte.
Mittelfristig träume ich von einer evangelischen Kinder- und Jugendallianz. Es wäre nämlich sehr effektiv, wenn wir eine Veranstaltungen gemeinsam machen könnten.

herzlich willkommen

hallo. herzlich willkommen auf meiner website. ich würde mich freuen, wenn du einen kommentar zu einem artikel schreiben würdest. noch viel mehr würde ich mich freuen, wenn du dich ins gästebuch einträgst, dann sehe ich mal, wer so alles liest, was ich schreibe.
viele grüße an die welt…. samuel

hier noch technische hinweise…
im bereich “biblisches” kannst du bibelarbeiten oder predigten von mir lesen.
im bereich “bruedergeschichte” kannst du einige artikel lesen, die ich bei der vorbereitung auf meine abschlussarbeit gefunden habe.
im bereich “gedanken” schreibe ich, was mir grade so zur welt und zum leben einfällt.
im bereich “mein leben” kannst du lesen, was ich derzeit mache und wie meine zukunftsperspektiven sich entwickeln.
wenn du den artikel komplett lesen möchtest, dann klicke einfach auf den titel.

märz 2010

Es hat sich etwas verändert. Ich habe nämlich die Entscheidung getroffen für einige Jahre hier in Stendal zu bleiben. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Ich habe viele Argumente, Eindrücke und Ideen verarbeitet. Ich habe mit fast unzählig vielen Menschen gesprochen und viel gebetet. An dieser Stelle vielen Dank an alle Ratgeber und Hinterfrager! Ihr habt mir geholfen eine gute Entscheidung zu treffen.

Kidsclub:
Nach inzwischen vier Monaten habe ich einen guten Überblick über unsere Kinderarbeit bekommen. Letztlich gibt es drei Arbeitsschwerpunkte. Zunächst bieten wir für die Kinder ein Betreuungsangebot. Jede Woche haben wir 20,5 Stunden geöffnet. Vier Ein-Euro-Jobber unterstützen uns in diesem Bereich. Hier lernen die Kinder den Umgang miteinander. Das bedeutet für Viele zu lernen mit Frustration klarzukommen und sich selbst zu beherrschen, wenn mal nicht alles nach ihrer Pfeife tanzt. Zur Umsetzung haben wir Regeln eingeführt. Und wenn ein Kind sich nicht daran hält gibt es wie im Fußball eine Gelbe und bei Wiederholung eine Rote Karte. Bei der Roten Karte muss das Kind dann einen Tag mit dem Kidsclub aussetzen.
Neben der Betreuung gibt es die Einzelförderung. Hier bieten wir Nachhilfe in Mathe und Deutsch an und zu verschiedenen Zeiten sogenannte Neigungsgruppen. Das Angebot hierfür wechselt monatlich. Momentan gibt es Schneefußball, Quiz, Backen, Foto-AG, Umweltgruppe, Überlebenstraining und Wettspiele. Bei diesen Angeboten unterstützen uns momentan zwei ehrenamtliche Mitarbeiter und gelegentlich Praktikanten der Fachhochschule in Stendal.
Als dritten Arbeitsbereich gibt es die Kidsclubshow. In der wöchentlichen Jungscharstunde gibt es Lieder, Spiele und ein Anspiel mit Handpuppen und Schauspieler. Ich habe letzte Woche zum ersten Mal die Handpuppe „Klaus“ gespielt. Nach dem Anspiel gibt es eine biblische Geschichte. Hier versuchen wir den Kindern zum einen ein Grundwissen über die Bibel zu vermitteln und zum anderen die biblischen Inhalte auf ihr Leben zu übertragen. In dieser Arbeit haben wir auch ehrenamtliche Unterstützung von drei Christen aus den Gemeinden in Stendal.
Neben der Show gibt es gelegentlich Sonderaktionen. Ende März wird die Lego-Stadt aus Wiedenest hier sein und ich darf in den Räumen der Grundschule in unserem Stadtteil neben den Bauaktionen auch drei biblische Geschichten erzählen.
Im Sommer wird es wieder die Möglichkeit für Studenten, Bibelschüler und Freiwillige geben bei uns ein Praktikum zu machen. Bisher haben wir aber noch keine Bewerbungen. Ich bin mal gespannt, wer kommen und uns unterstützen wird.

Jugendclub „Eckstein“:
Unser Angebot im Jugendclub ist momentan noch nicht so strukturiert. Wir haben zwar ebenfalls 20,5 Stunden in jeder Woche geöffnet, aber momentan ruht der eigentliche Clubbetrieb, da wir die Räume renovieren. Die Arbeiten gehen gut, aber recht langsam voran. Es ist aber schön, dass vereinzelt Christen aus den Gemeinden kommen und uns helfen. Zusätzlich sind immer ein paar Jugendliche da, die auch mithelfen wollen. Nachdem wir den alten Boden mit viel Schweiß herausgerissen haben, wird nun der Ausgleich des Bodens vorgenommen, bevor demnächst ein neuer Laminat-Boden verlegt wird. Die Wände sind zum Teil schon weiß gestrichen und warten auf ihre neue Farbe. Die Elektro-Installation wird erneuert und in einigen Wochen müssen die alten Fließen in den Toiletten raus. Wann genau wir wieder normal öffnen können ist noch unklar. Das hängt vor allem davon ab, wie schnell die Arbeiten voran gehen.
In persönlichen Gesprächen können wir den Jugendlichen Hilfen und Ratschläge für ihr Leben geben und auf Jesus hinweisen. Ich habe aber für die Struktur der Jugendclub-Arbeit schon einige Ideen, deren Umsetzung dann hoffentlich im Sommer angegangen wird. Mein Hauptanliegen ist es hier ebenfalls Neigungsgruppen anzubieten und eine wöchentliche offene Jugendstunde anzubieten. Hierfür brauchen wir aber noch Mitarbeiter aus den Gemeinden hier in Stendal.

Gemeindearbeit:
Inzwischen habe ich zwei der hier ansäßigen Gemeinden näher kennen gelernt. Ich gehe in einen Hauskreis der Baptistengemeinde und habe auch schon einmal im Gottesdienst predigen dürfen. Auch im Jugendkreis habe ich ein Thema gehalten und demnächst werde ich in der Jungschar aushelfen. In der Vineyard-Gemeinde (zu deutsch: „Weinberg“-Gemeinde) habe ich schon einige Gottesdienste besucht und die verschiedenen Mitarbeiterkreise der Kinder- und Jugendarbeit besucht. Zu meiner Überraschung und Freude habe ich keinen Kilometer von meinem Wohnort entfernt eine Mennoniten-Brüder-Gemeinde entdeckt, die ich demnächst auch mal besuchen werde.
Ich möchte in den nächsten Monaten versuchen gelegentlich in den Gemeinden Jungschar- oder Jugendstunden zu übernehmen und, wenn gewünscht, auch zu predigen. Ich merke, dass dadurch der Kontakt sehr gut wird und eine Zusammenarbeit im Bereich des Möglichen ist. Ich sehe für unsere Clubarbeit die große Herausforderung die Kinder und Jugendlichen in Kontakt mit den Gemeinden zu bringen, damit sie dort noch mehr vom Herrn Jesus hören können.

SOLA Stendal:
Eine erste gemeinsame Aktion wirft bereits ihre Schatten voraus. Zusammen mit der „Arche Stendal“ und den zwei Gemeinden wollen wir ein Zeltlager für Teenager und eins für Kinder ausrichten. Wir haben inzwischen viel geplant, aber uns fehlen vor allem Mitarbeiter. Man findet diese Aktion zwar interessant und wichtig, aber die Meisten können sich darunter zu wenig vorstellen. Deshalb versuchen wir nun Mitarbeiter aus ganz Deutschland zu werben, die uns bei diesem ersten SOLA unterstützen wollen. Da bei uns die Sommerferien aber recht früh liegen, kommen wohl nur Menschen in Frage, die sich ihren Urlaub recht frei legen können.
Gleichzeitig wird es die Möglichkeit geben durch Patenschaften von 15 EUR dafür zu sorgen, dass jeweils ein Kind billiger teilnehmen kann.
Soviel mal für heute…